Leseangebote

Buchausleihe

Liebe Lesefreunde und Freundinnen,

wir von der evangelischen öffentlichen Bücherei in Gründau haben uns Gedanken gemacht, wie wir Sie weiterhin mit Lesestoff versorgen können. Da das öffentliche Leben fast zum Erliegen gekommen ist und viele von Ihnen hauptsächlich an ihr Zuhause gebunden sind und der Lesestoff vielleicht ausgeht, bieten wir Ihnen an, Sie mit Büchern aus unserer Bücherei zu versorgen.

Sie melden sich telefonisch oder per E-Mail bei uns und teilen uns Ihre Wünsche mit. Grenzen Sie Ihre Wünsche bitte etwas ein, damit wir einen Anhaltspunkt haben, was Sie gerne lesen würden. Beispiel: Historische Romane, Biographien, Krimis, Sachbücher… oder aber auch gerne Titel oder Autoren, die Sie bevorzugen. Wir werden uns bemühen etwas Passendes für Sie zu finden. Anhand der Eintragungen auf der Buchkarte können wir sehen ob Sie das Buch schon ausgeliehen haben. Die so bestellten Bücher werden wir dann vor Ihrer Haus-Wohnungstür ablegen. Es ist wohl sinnvoll dafür einen ungefähren Zeitpunkt zu vereinbaren, dann können Sie auf diesem Weg auch Ihre gelesenen Bücher zurückgeben.

Über überschrittene Ausleihzeiten brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, die sind momentan außer Kraft gesetzt. Scheuen Sie sich nicht unser Angebot zu nutzen, wir freuen uns über Ihr Interesse.

Bleiben Sie gesund und frohen Mutes

Cornelia Krüger (für das Büchereiteam)

Kontakt: Cornelia Krüger, Pfarrgasse 14/16, 63584 Gründau, Tel: 06058 8776, E-Mail: kruemmel-gruendau@t-online.de

Der weite Weg Isabel Allende

Das große Thema ist Heimatlosigkeit, Flucht und Exil.

Der spanische Bürgerkrieg von1936-1939 trieb viele Menschen in die Flucht. Victor Dalmau, der als angehender Arzt viele verwundete und kranke versorgte, flieht mit der schwangeren Braut seines Bruders und seiner Mutter nach Frankreich.

Dort bringt Roser ihren Sohn zu Welt. Victor lebt unter menschenunwürdigen Umständen in einem Flüchtlingslager am Strand. Er findet Roser wieder.

1939 sammelt der Chilene Pablo Neruda Spenden und chartert ein umgebautes Frachtschiff, auf dem er mehrere Tausend spanische Flüchtlinge nach Chile holt.

Victor und Roser heiraten und können als Familie auf der „Winnipeg“ emigrieren.

Roser und Victor können sich dank Verbindungen mit chilenischen Familien eine Existenz aufbauen. Victor beendet sein Studium der Medizin und wird ein angesehener Kardiologe, Roser macht Karriere als Pianistin. Für beide ist Chile eine wirkliche Heimat geworden und sie finden nach mehreren Jahren Victors Mutter wieder, die bei den Wirren der Flucht verloren ging.

Als im September 1973 Pinochet durch einen Militärputsch die Macht übernimmt wird Victor verhaftet und gefoltert. Roser und Victor müssen noch einmal fliehen und leben für mehrere Jahre in Venezuela. Nach Beendigung der Militärdiktatur 1990 kehren beide wieder nach Chile zurück.

Anita Völker

Der Mann der kein Mörder war - Hjorth & Rosenfeldt

In einem Waldstück bei Västeras wird die Leiche eines 16-jährigen Jungen entdeckt, der brutal ermordet und sein Herz herausgerissen wurde. Roger war seit kurzem Schüler eines angesehenen Privatgymnasiums, da er auf seiner vorherigen Schule gemobbt wurde.

Die örtliche Polizeireagiert erst verspätet auf das Verschwinden des Jungen und nach dem seine Leiche gefunden wurde, wird die Reichskriminalpolizei von Schweden eingeschaltet.

In Västeras hält sich zur selben Zeit der Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann auf, der gerade sein Elternhaus verkauft. Sebastian Bergmann hat bei dem Tsunami in Thailand Frau und Tochter verloren und hat seitdem nicht mehr gearbeitet, hat immer Affären und genießt es, als Ekelpaket zu gelten. Er bietet sich seinen früheren Kollegen von der Reichskriminalpolizei an, mitzuarbeiten, hat aber ganz eigennützige Interessen. Seine Mitarbeit wird auch nicht von allen im Team begrüßt. Doch bald ist der hochintelligent Bergmann unverzichtbar, denn hinter den Mauern der Eliteschule und im Umfeld des Opfers hat jeder etwas zu verbergen.

Das ist der erste Roman einer Serie um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann.

Anita Völker

Zeitreisen Angela Steidele

geb. 1968 schreibt hauptsächlich

feministische Biographien.

Die Autorin lebt in Köln

Anne Lister (1791-1840) und Ann Walker (1803-1854), zwei Engländerinnen aus Yorkshire brechen am 20. Juni 1839 in Halifax in einer Pferdekutsche auf. Begleitet werden sie von dem Ehepaar Groß, er als Diener zuständig für Kutsche, alle gröberen Arbeiten und Gepäck, sie fürs Ankleiden, Frisieren, die Wäsche und das Ausbessern der Kleider. Anne und Ann sind ein Paar, was zu dieser Zeit nicht unproblematisch ist.

Über Dänemark, Schweden und Finnland, nach Sankt Petersburg, von dort nach Moskau und Kasan, teilweise auf der Wolga per Schiff bis ans Kaspische Meer, über den Großen Kaukasus bis nach Georgien führte ihre Reiserute.

Alleine die Vorbereitungen für die Reise war eine Herausforderung. Ausgestattet mit zahlreichen Empfehlungsschreiben wurden den beiden Exotinnen überall Türen geöffnet, Unterkünfte und Hilfen jeder Art gewährt. Trotz alle dem war diese Reise ein Abenteuer ohne Gleichen. All dies beschreibt Anne Walker in ihrem Tagebuch. Unglaublich mit wieviel Energie und Durchhaltevermögen dies Frauen die Strapazen der Reise bewältigt haben. Über ein Jahr waren sie unterwegs als die Reise im Großen Kaukasus für Anne Lister endet. Tausende Kilometer von ihrem Heimatort entfernt, stirbt sie am Heißen Fieber.

Angela Steidele und Susette ihre Partnerin und Ehefrau machen sich 180 Jahre später auf die Reise. Trotz Internet, Reisezügen und modernen Fortbewegungsmittel ist diese Reise auch heute eine, mit Unwägbarkeiten. Angela Steideles Anliegen eine Biographie über Anne Lister zu schreiben führt sie und ihre Partnerin auf die Spuren der englischen Ladies.

Cornelia Krüger

Der Zopf - Laetitia Colombani

geb. 1976 in Bordeaux,

ist Schauspielerin und Regisseurin.

Der „Zopf“ ist ihr erster Roman und sorgte nach Erscheinen gleich für großes Aufsehen.

Laetitia Colombani knüpft ihren Roman wie eine Perücke. Es entstehen drei Lebenswege von drei Frauen aus drei Kontinenten, die unterschiedlicher nicht sein können.

Smita lebt in Indien, sie ist eine Dalit. Eine Unberührbare. Da sie keiner Kaste zugehört lebt sie mit Mann und Tochter unter Menschen unwürdigen Bedingungen in einer schäbigen Hütte. Noch unwürdiger ist ihr Dharma, ihre Pflicht. Sie ist „Schmutzsammlerin“. Sie sammelt mit bloßen Händen die Scheiße anderer Leute. Ihrer Tochter Lalita will sie dieses Schicksal ersparen, sie soll in die Schule gehen und Lesen und Schreiben lernen. Der erste Schultag war auch gleich der letzte für Lalita. Smita sieht jetzt nur noch eine Möglichkeit ihrer Tochter ein anderes Leben zu ermöglichen, sie müssen weg gehen, ein neues Leben beginnen. Ohne ihren Mann, mit Tochter und der Zuversicht durch Vischnu ihrem Gott beschützt zu werden um ein besseres Leben zu finden, macht sie sich auf eine große Reise.

Giulia 20 Jahre alt, lebt in Palermo auf Sizilien und arbeitet als Arbeiterin in der Manufaktur ihres Vaters. Seit einem Jahrhundert lebt ihre Familie von der Cascatura, eines der letzten Unternehmen dieser Art. Ausgefallene und abgeschnittene Haare werden gesammelt, entfärbt, gefärbt und zu hochwertigen Toupets oder Perücken verarbeitet. Diese finden in ganz Europa Käufer. Giulia liebt ihre Arbeit. Als ihr Vater verunglückt und ins Koma fällt, liegt die ganze Verantwortung für die Firma bei ihr. Im Schreibtisch ihres Vaters stößt sie auf Unterlagen die den Bankrott der Firma bescheinigen. Für sie ihre Mutter und zwei Schwestern bricht eine Welt zusammen. Sie werden alles verlieren, ihre Lebensgrundlage droht wegzubrechen. Ein indischer Gastarbeiter, den sie seit einiger Zeit heimlich trifft, hat die rettende Idee. Indische Haare die als Götteropfer tonnenweise anfallen, sollen die Firma retten. Mutter und Schwestern wollen aber, dass sie Gino heiratet, der Giulia anbetet. Seine Familie ist wohlhabend und könnte die Firma retten. Soll sie sich auf das Abenteuer mit den Haaren aus Indien einlassen oder Gino heiraten, für den sie nichts empfindet. Voller Zuversicht stellt sie sich der Aufgabe das Familienunternehmen zu retten.

Sarah Cohen 40, lebt in Montreal, Kanada. Sie ist Mitgesellschafterin bei einer der renommiertesten Anwaltskanzleien der Stadt. Und das als Frau. Eine hart erarbeitete Stellung im Beruf und in der Gesellschaft. Außerdem ist sie Mutter von drei Kindern, alleinerziehend. Ihr Leben ist präzise getaktet. Im Büro ist sie die Erste die kommt und die Letzte die geht. Privat bleibt einiges auf der Strecke. Das ist der Preis. Dann fällt sie um, mitten im Gerichtssaal, während eines Plädoyers. Bei ärztlichen Untersuchungen in den folgenden Wochen wird Brustkrebs diagnostiziert. Sarah Cohen muss da durch, alleine, keiner darf davon erfahren. Sie ist eine gute Schauspielerin. Zunächst gelingt es ihr die Behandlungen und Operation geheim zu halten, bis sie zufällig ihrer persönlichen Assistentin im Krankenhaus über den Weg läuft. Innerhalb kurzer Zeit wird sie in der Kanzlei kalt gestellt, abserviert. Was jetzt? Als sie während der Chemo die Haare verliert besorgt sie sich eine Perücke.

Hier entsteht der Zopf. Geflochten aus 3 Lebensläufen von drei Frauen die unterschiedlicher nicht sein können.

Cornelia Krüger

Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers

Welche Sehnsucht verspürt ein Vorleser? Ist diese sinnlich-erotischer Art? Eine Sehnsucht nach persönlicher Zuwendung? Eine Sehnsucht nach hohem Verdienst eines professionellen Vorlesers?

Wonach sich der Vorleser Guylain Vignolles sehnt, verrate ich nicht, denn das können alle Lesenden persönlich für sich nach der Lektüre des Buches beantworten. Ich halte es für möglich, dass durchaus individuelle Antworten gegeben werden.

In dem Roman begegnen wir einer überschaubaren Anzahl von Personen: Guylain, die Hauptperson, arbeitet seit fünfzehn Jahren in einer Papierverwertungsfabrik. Dort steht die Maschine mit dem offiziellen Namen „Zerstör 500“ mit 500 faustgroßen Hämmern, die täglich Bücher zu einem dicken Brei zerstört. Für Guylain Vignolles ist sie ein „schweres Monstrum“, ein „ gefräßige Bestie“ mit einem „stählernen Maul“, die „Bücherleichen“ produziert. Abends während des Reinigens der Maschine rettet er etliche Seiten diverser Bücher, die er zwischen Löschpapier trocknet und die er vorliest. Wo? Im Regionalzug, der jeden Morgen um 6.27 Uhr abfährt. Jeden Morgen steigt er in den gleichen Wagen ein, jeden Morgen nimmt er Platz auf einem orangen Klappsitz, jeden Morgen liest er seiner immer gleichen Lesegemeinde, die sich auf ihrem Weg zur Arbeit regelmäßig in diesem Wagen einfindet, aus den geretteten Seiten vor. Die Themen werden planlos aneinandergereiht, so wie sie von Guylain wahllos der „Zerstör 500“ entwendet werden. Da kann man sich schon kuriose Texte anhören! Die Auswahl der Texte ändert sich spontan, als Guylain einesTage unter seinem Klappsitz im Regionalzug einen USB-Stick findet. Hier entdeckt er, als er den USB-Stick in seinen Computer steckt, die Aufzeichnungen einer ihm unbekannten Dame. Von nun an liest er im Zug nur noch aus diesen Texten vor. Und er beschließt, die Aufzeichnerin in Paris zu suchen.

Er wird unterstützt von Giuseppe Carminetti, „Exalkoholiker, Exzweibeiner und Exvorabeiter“. Guiseppe ist sein Freund, der bei einem Arbeitsunfall mit der „Zerstör 500“ beide Beine verloren hat. Guiseppe sammelt etwas, was mit seinem Arbeitsunfall zu tun hat, und Guylain unterstützt ihn dabei. Genauso unterstützt ihn Guiseppe bei seiner Suche nach der unbekannten Schreiberin, indem er aus den Aufzeichnungen der Unbekannten akribisch Merkmale herausfiltert, die auf ihren Aufenthaltsort hinweisen. Guylain versucht mit diesen Angaben, die Unbekannte aufzuspüren.

Parallel dazu erschließt sich Guylain ein neuer Zuhörerkreis: ein Seniorenheim. Denn in seiner Zuhörerschaft im Zug befinden sich Josette und Monique, die ihn eines Tages einladen, in ihrem Seniorenheim vorzulesen. Er nimmt die Einladung an und liest nun samstags vor einem total anderen Zuhörerkreis als im schweigenden Zugabteil: Lebhafte Senioren kommentieren beim Vorlesen seine Texte, Komik kommt auf. Zudem lädt er den Wachmann seiner Firma, Yvon Grimbert, ein, ihn zu begleiten. Denn Yvon dichtet eigene Verse und trägt mit Leidenschaft Textstellen aus klassischen Tragödien vor. Diesem smarten Herrn mit der weißen Nelke im Knopfloch ist der Erfolg in den Reihen der dankbaren Senioren sicher!

In dem Roman begegnen wir Menschen, die der Arbeiterschicht angehören, die in den Lesern große Sympathie und Anteilnahme wecken. Nicht zu vergessen sind humorvolle Passagen! Das Buch in Großschrift bereitet Lesevergnügen und weckt mitfühlende Emotionen.

Annette Gräbner

Harold Nebenzal: Café Berlin

In eine Zeit, in der es noch keine USB-Sticks gab, führt uns das zweite Buch, das ich im Rahmen dieses virtuellen Lesecafés vorstelle: in die Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts und das Dritte Reich.

Der Jude Daniel Saporta verlässt im Alter von 17 Jahren seine Familie in seiner Heimatstadt Damaskus, um in Berlin in der Firma von Herrn Landau zu arbeiten und seine Handelskenntnisse zu erweitern. Seine Familie hat in Damaskus durch ihre Firma, die mit Gewürzen handelt, ihr gutes Ein- und Auskommen. Luxuriös reist Daniel im Orient-Express nach Berlin. Seinen Schlafwagen teilt er mit dem deutschen Wissenschaftler Dr. Steinbruch, der später in Berlin sein Leben noch erheblich beeinflussen wird. Dr. Steinbruch informiert frühzeitig Daniel über die Anschauung der Nazis über die Juden und rät ihm, seinen Namen zu ändern.

Daniel lebt und arbeitet einige Monate bei Familie Landau. Herr Landau weist ihn eines Tages aus Geschäft und Wohnung hinaus, weil er Daniel eine intime Beziehung mit seiner Ehefrau Frau Landau vorwirft. Alleine in Berlin lernt Daniel in dieser Situation auf der Straße Herrn Lohmann kennen, der ihn in ein Nachtlokal führt, das Daniel Saporta in derselben Nacht seinem Besitzer abkauft. Er bezahlt mit Goldmünzen, die ihm seine Mutter in Damaskus in den Hosenbund eingenäht hat.

Nun ist Daniel mit achtzehn Jahren im Jahre 1930 Besitzer des Kabaretts „Kakadu“. Er engagiert Herrn Lohmann als Geschäftsführer, und beide entwickeln „Kakadu“ zu einem spektakulären und florierenden Kabarett-Klub, mit dem sie guten Gewinn erwirtschaften. Die Tänzerinnen mit orientalischem Flair organisiert ein Geschäftsfreund in Istanbul. Daniel hat mit Herrn Lohmanns Hilfe inzwischen einen neuen Familiennamen: Salazar sowie einen spanischen Pass. Er hängt über seinem Schreibtisch ein Kruzifix an die Wand, um als gläubiger Katholik im aufkeimenden Antisemitismus zu gelten. Die Leserinnen und Leser werden in die frivole, manchmal ruchlose Welt eines Kabaretts mit aufreizenden Bauchtänzerinnen und ihren diversen Liebhabern eingeführt. Sich manchmal objektiv betrachtend, sieht sich Daniel als Zuhälter. Er entwickelt auch herrisches Verhalten seinen angestellten Tänzerinnen gegenüber, was er mit dem typischen Verhalten für einen orientalischen Mann als gut vereinbar hält. Immer wieder aber setzt er sich in Gedanken mit seiner jüdischen Herkunft und dem Judentum auseinander. Sein Lokal besitzt inzwischen einen so einladenden Ruf in der Berliner Gesellschaft, dass während des Dritten Reiches sich Nazis, auch in Gruppen, in dem Kabarett amüsieren, individuellen Gefallen an den Tänzerinnen entwickeln und sich großzügig zeigen.

Daniels Leben verläuft allerdings nicht immerfort so erfolgreich. Der Grund liegt in Dr. Steinbruch, der Daniel eindringlich an seine Verantwortung für die Juden auch im Orient und speziell in Damaskus appelliert und ihn von der Notwendigkeit zu Diensten gegen die Nazis überredet. Herr Lohmann, der Daniel treu verbunden ist, versteckt Daniel von Dezember 1941 bis 1945 auf einem Dachboden und versorgt ihn. Die Leser erfahren von Schwarzhandel, Schiebereien, verlassenen Wohnungen von Juden und allerlei weiteren Möglichkeiten in der Kriegszeit, Versorgung zu erlangen. Mit rechten Dingen geht es dabei nicht immer zu.

Die Tagebuchaufzeichnungen von Daniel sind kursiv gedruckt, die mit diesen verwobenen Erzählungen sind in Druckschrift zu lesen. Das Geschehen ist nicht zeitlich chronologisch dargestellt, sondern in Zeitsprüngen. Fesselnd ist die Verquickung von politischem Geschehen im Dritten Reich, von dem Verhalten von Nazis, den Lebensgewohnheiten und persönlichen Schicksalen im Kakadu-Klub, vom Schwarzmarkt sowie jüdischem Leben im Orient. Annette Gräbner

Evangelische Kirchengemeinde Auf dem Berg - Paul-Gerhardt-Str. 2 - 63584 Gründau - info@kirche-aufdemberg.de

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