Wort zum Sonntag

Ralf Haunert Samstag, 1. August 2020 von Ralf Haunert

ein Impuls

Urlaub in Deutschland

Dieser Sommer ist anders. So wenig Flugverkehr wie in den letzten Monaten ist selten, eigentlich noch nie dagewesen am Himmel über Gründau, seit ich mit meiner Familie hier lebe. Corona hat der Tourismusbranche ziemliche Einbrüche beschert.

Statt in den sonnigen Süden zu fahren, haben viele sich Urlaubsziele in Deutschland gesucht. Oder bleiben lieber gleich ganz zu Hause.

Mein Lieblingskabarettist Rainald Grebe hat – da war von Corona noch längst nicht die Rede – dem Urlaub in Deutschland einmal sogar ein ganzes Lied gewidmet:

„Urlaub in Deutschland, Urlaub in der Region; sechs Wochen Oderbruch – ich freu mich schon...“

Das Lied spielt mit der recht weit verbreiteten Überzeugung, der Erholungs- bzw. Erlebniswert von Urlaub steige proportional zu der Distanz, die man zwischen sich und zu Hause legt.

Nun hat es unbestritten durchaus etwas für sich, den Urlaub anderswo zu verbringen als daheim. Die Gefahr besteht ja immer, daß man sonst anstelle des Ausspannens die freie Zeit für nichts anderes nutzt, als das abzuarbeiten, was rund um Haus und Garten so alles schon länger liegengeblieben ist bzw. dringend mal in Angriff zu nehmen wäre.

Aber das dann gerade nicht zu tun, ist letztlich ja auch nur eine Entscheidung, die man für sich treffen muß.

Ich jedenfalls meine, daß auch ein Urlaub, der nicht in die Ferne führt, viel Schönes und auch Neues und Spannendes zu bieten vermag. Und ob ein Tag am überlaufenen Strand wirklich in jedem Falle den auf dem eigenen Balkon schlägt, ist ja doch die Frage. – Es hinge zumindest mit davon ab, ob man letzteres zu genießen versteht. Und daß ersteres, wenn man ehrlich ist, auch nicht unbedingt einen völlig ungetrübten Genuß darstellt, ist eben auch wahr.

„Deutschland hat viel zu bieten“, singt Rainald Grebe,  „von den Alpen bis zum Meer; das Land der Kago-Öfen und von Sanifair...“ und meint das natürlich nicht ganz ernst.

So kann dieser Sommer tatsächlich Gelegenheit sein, das scheinbar sattsam Bekannte noch einmal ganz neu kennenzulernen und in seiner Schönheit (neu) zu entdecken.
Ich weiß, daß viele das auch in den vergangenen Monaten ja schon ausgiebig getan haben: Wanderungen, Radtouren – gerade Familien mit Kindern haben das gemacht, als Schulen und Kindergärten geschlossen waren. Wir mit unseren drei Kindern auch.
Aber ich glaube, alles, was es wert wäre, mal gesehen zu werden in Spessart, Rhön und Vogelsberg, haben wir trotzdem noch nicht gesehen. Vom Oderbruch ganz zu schweigen...

Wo und wie immer Sie Ihren restlichen Sommer auch verbringen mögen – ich wünsche Ihnen eine gute Zeit: Tage mit interessanten Erlebnissen und Begegnungen. Tage, die gehabt zu haben Sie am Abend mit Freude und Dankbarkeit erfüllt.

Bleiben Sie behütet!

Kerstin Berk Sonntag, 26. Juli 2020 von Kerstin Berk

Wege durch die Wüste

Murren ist erlaubt

Eine Befreiung und ein schwerer Weg durch die Wüste sind heute am 7.Sonntag nach Trinitatis Thema und da sehe ich manche Parallelen, zu dem was wir gerade erleben. Der Auszug aus Ägypten: Nach jahrelanger Sklaverei wurde das Volk Israel von seinen Anführern Mose und Aaron aus Ägypten herausgeführt. Endlich raus und doch erst ganz am Anfang des Weges durch die Wüste. Heiß ist es, staubig, karg. Und es geht immer noch ums Überleben und um den Kontakt zu Gott. Langatmig ist das Unternehmen, nervig und scheinbar endlos.

Das Volk murrt, macht Mose verantwortlich für den beschwerlichen Weg, sehnt sich zurück, keiner hat mehr Lust auf diese Mistwüste.

Das murrende Gottesvolk. Da steigen manche Bilder auf. Vielleicht zuerst die aus den Bibelfilmen, das Epos vom Auszug und dem endlosen Menschzug durch die Wüste, in flirrender Hitze mit zunehmenden Aggressionen.

Vielleicht fallen ihnen auch andere Wege ein, eigene, die strapaziös waren. Oder die Fahrten in den Urlaub mit den Kindern, die ab dem Frankfurter Kreuz fragen: Wann sind wir endlich da? Und irgendwann, trotz der Brote, der Lieder, der Spiele nur noch motzen und genervt sind.

Oder der Weg, auf dem wir und gerade befinden durch eine weltweite Krise hindurch. Die Demonstranten, die gegen diesen Weg der Vorsicht sind. Die feiernden Horden, die ganz schnell versuchen alles hinter sich zu lassen. Die Vielen, die sich dahinschleppen und einfach nur noch wollen, dass diese Pandemie endlich vorbei ist. Ein langer und mühsamer Weg – solche Wege mussten Menschen zu allen Zeiten irgendwie bewältigen.

Die Israeliten lehnen sich auf gegen ihre Anführer – da ist Wut und Enttäuschung im Spiel. Was für ein Plan soll das hier Bitteschön sein? Ist das glaubwürdig? Dürfen wir da nicht mehr demokratisch mitbestimmen, wo es langgehen soll? Und überhaupt: wo ist eigentlich Gott?

Das Volk murrt, laut und lauter. Und die gute Nachricht ist: Gott wendet sich deshalb nicht ab. Murren darf sein, Fragen dürfen sein. Gott bleibt dabei, versorgt alle mit Manna und Wachteln. Das ist eine wunderbare Sache auf diesem Weg. Dieser Beistand hilft, um in sich selbst die Energie zu finden, um weiterzugehen, auch wenn das Ende noch nicht absehbar ist. Aber so ganz, teilen nicht alle diese Einschätzung. Der Weg geht ja doch immer noch weiter, braucht Disziplin, Kraft, langen Atmen. Reicht da Gottes Beistand aus, um irgendwann anzukommen?

Ja, das kommt uns sehr bekannt vor. Unsere Wüste. Die Ausbreitung der Erkrankung, immer noch unzählige Tote, der Lockdown, der Verlust vieler Sicherheiten, auf die wir selbstverständlich gezählt haben. Unsere Wüste: Homeoffice mit Kindern, Kontaktsperren, keine Kultur. Der Urlaub, nicht wirklich frei und leicht. Die Angst vor der zweiten Welle. Nein, wir sind noch nicht am Ziel.

Meine Hoffnung ist, dass Gott uns heute in unseren Wüsten genau so wenig alleine lässt wie die Söhne und Töchter Israels damals. Meine Hoffnung ist, dass es im Murren und Klagen Momente gibt, wo wir Gottes wohltuenden Beistand fühlen: unterwegs in wunderbarer Natur, bei einem guten Buch, einem freundlichen Telefonanruf oder einem köstlichen Essen. Manna für die Seele – danach strecken wir uns aus. Und haben neben all den Wüstenwegen doch auch Oasen gefunden: Entschleunigung, Zeit für Kontakte mit alten Bekannten, klares Wasser und wohltuende Stille.

Es geht immer wieder um Gottvertrauen und das ergibt sich nicht so von selbst. Das fällt zwar vom Himmel, aber manchmal nicht grade vor unsere Füße. Und Gottvertrauen, das gibt es nicht auf Vorrat. Davon bekommt man, wenn man Herz und Augen offenhält, jeweils, soviel, wie man braucht. Wir müssen auf dem Weg durch die Krise aufmerksam sein. Und wir dürfen gewiss sein: Gott ist da, auch für unsere Klage und Verzweiflung. Es lohnt sich, darauf zu setzen und zu erleben: auch in den fernsten Ferne ist Gott nah und ansprechbar.

Gott segne die Erde, auf der Ihr steht.

Gott segne den Weg, den Ihr geht.

Gott segne das Ziel, das Ihr sucht

und mit Gottes Hilfe finden werdet.

Geht in Frieden. AMEN

Prise zum Sonntag

Kerstin Berk Sonntag, 19. Juli 2020 von Kerstin Berk

eine Vision von Gerechtigkeit

Summertime

Summertime, and the living is easy… Sommerzeit und das Leben ist einfach. Ein Lied, dass zu Weltruhm gekommen ist. Die Sonne scheint, die Fische springen im Fluss, die Felder stehen gut – wie leicht könnte doch das Leben sein! Wenn ja, wenn es wäre wie im Lied, alles easy und einfach. Es ist ein Wiegenlied, das schöne Träume verheißt.

Für mich ist dieses Lied, gesungen von den berühmtesten schwarzen Sängern und Sängerinnen, eine Sehnsuchtsmelodie – ja, so ein Lebensgefühl wünsche ich mir auch. So leicht, so süß soll es sich jetzt anfühlen, auch in diesem Sommer. Doch in der Oper von George Gershwin Porgy and Bess aus den 30ziger Jahren und in unserer Welt 2020 und auch in meinem Leben gibt es Kälte und Angst.

In der Welt der tragischen Helden Porgy und Bess, in der Schwarzensiedlung in Charleston, wo die Handlung spielt, sind Gewalt und Kriminalität an der Tagesordnung. Der gehbehinderte Porgy und die junge Bess halten trotz der widrigen Umstände zueinander. Am Ende aber kein Happy- End, sondern Verlust und Verzweiflung.

Gershwin, als Jude und weißer Musiker schaut genau auf die Lebensumstände der schwarzen Bevölkerung. Und er ehrt ihr Erbe, indem er die schwarze Musik. Er kratzt er an der Komfortzone der Weißen- und verfügt, dass die Oper nur mit schwarzen Musiker*innen aufgeführt werden darf. So eröffnet er einen Raum für Farbige Künstler*innen und geht damit ganz real vor gegen die Rassendiskriminierung. Die Erstaufführung in Europa fand 1943 in Kopenhagen statt. Trotz des heftigen Widerstands der nationalsozialistischen Besatzungsmacht und Gestapo-Aktionen gegen die „jüdische Negeroper mit Urwaldgeschrei“ konnte Porgy and Bess 22 Mal vor vollem Haus gespielt werden, bis sie erzwungenermaßen abgesetzt wurde.

Und heute: Diskriminierung von Menschen mit anderen Hautfarben ist in Amerika in vielen Bundesstaten gang und gäbe. Trotz Gershwins Statement, trotz Martin Luther Kings Engagement, trotz Barack Obamas wegweisender Präsidentschaft.

Summertime, alles ist gut – leider nur ein Wunschtraum. Deshalb bin ich beeindruckt von den Polizisten, die niederknien und sich verbeugen vor dem zu Tode gefolterten George Floyd - und vor allen, die darunter leiden, dass sie niemals zu ihrem Recht kommen, dass ihr Recht im Gegenteil gebeugt wird, Tag für Tag.

Summertime, and the living is easy… ja es könnte wirklich so viel besser sein, das Leben, wie wir es alle gleichermaßen von Gott geschenkt bekommen haben. Wie sehr würde ich den Sommer der neuen Gerechtigkeit genießen, wenn in Amerika, in Rußland, in China und Hongkong und auch bei uns in Deutschland, niemand mehr Angst zu haben bräuchte.

Summertime, selten habe ich das so gehört wie in dieser Zeit, in der durch die Coronapandemie soziale Ungerechtigkeit wie unter einem Hochleistungsmikroskop deutlich wird. Und wie intensiv und anfeuernd empfinde ich die Ermutigung, die Gershwin uns an die Hand gegeben hat.

Ein Wiegenlied, das aufrüttelt, das nicht zum Träumen einlädt, sondern zu einem realistischen Blick und zu einem beherzten Handeln. Mitten im Sommer 2020 und ja, wir leben und wir können für das Leben eintreten.

Ihre Pfarrerin Kerstin Berk

Prise zum Sonntag

Ralf Haunert Sonntag, 14. Juni 2020 von Ralf Haunert

Ein Herz und eine Seele

kennen Sie diese Serie aus den Siebzigern (noch)?

„Ein Herz und eine Seele“ – kennen Sie diese Serie aus den Siebzigern (noch)? Unzählige Male wiederholt in den Dritten Programmen.

Heinz Schubert als „Ekel Alfred“, ein Spießbürger und Haustyrann vor dem Herrn. Frau, Tochter und Schwiegersohn haben in jeder Episode heftig unter ihm zu leiden.

Ich mag diese Serie mit ihrem kantigen und – trotz allem Zeitkolorit – nach meinem Empfinden in vielem auch heute noch keineswegs abgestandenwirkenden, vielmehr entlarvenden Humor; und deshalb schaue ich mir hin und wieder gern eine Folge auf youtube an.

Ein Herz und eine Seele – schon der Titel der Serie steckt, wie man schnell merkt, wenn man das Familienleben der Tetzlaffs ein bisschen näher kennenlernt, voller böser Ironie. –

Interessant ist in diesem Zusammenhang nun aber auch, dass der Serientitel, diese im Deutschen sprichwörtliche Wendung, aus der Bibel entlehnt ist.

Der Evangelist Lukas berichtet in seiner Apostelgeschichte vom Leben der Urgemeinde in Jerusalem: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele.“

Lukas schildert die Jerusalmer Urgemeinde, als habe in ihr ein geradezu ideales Einvernehmen geherrscht, bis dahin, dass alles miteinander geteilt wurde: „Auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Land oder Häuser hatte, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte.“

Dabei lässt Lukas an anderer Stelle durchaus durchblicken, dass natürlich auch bereits die ersten Christen mit den üblichen zwischenmenschlichen Problemen, Konflikten und Eifersüchteleien zu kämpfen hatten. Und dass die Bereitschaft zum Teilen längst nicht bei allen so stark ausgeprägt war, wies die eben zitierten Sätze suggerieren.

Warum aber rückt Lukas die Urgemeinde dann in ein derart ideales Licht?

Bis heute ist dies ja etwas geblieben, was Kritiker Kirche und Christentum mit Vorliebe entgegenhalten: Dass sie in Wahrheit doch auch nicht besser seien.

Diese Kritik hat ihr Recht.

Gewiss waren auch die ersten Christen keine moralisch Vollendeten. Aber obgleichmanches schon ganz früh schwierig zu werden begann, war die Urgemeinde unzweifelhaft von der Begeisterung des Anfangs erfüllt.
Aus dieser Begeisterung des Anfangs wird in der Folge, wie bei Lukas zu beobachten, eine Begeisterung für den Anfang: Die Urgemeinde musste dem Idealen einfach nähergewesen sein als die Späteren, eben weil sie dem eigentlichen Anfang, dem Christusereignis selbst, zeitlich – und unterstellt damit auch existentiell –  am nächsten gewesen war.

Ein Herz und eine Seele – das deckt sich also selbst für die allerfrühesten Christen in Jerusalem wohl nur zum Teil mit der historischen Wahrheit.

Doch letzten Endes geht es darum wohl auch nicht. Auch nicht bei Lukas. Ihm dürfte es in seiner Beschreibung der Urgemeinde um etwas anderes zu tun sein. Um eine Vision von Kirche. Um die Vision eines neuen und ganz anderen Miteinanders.

Christsein bedeutet, einzutreten in die von Jesus Christus ausgehende Bewegung der Liebe.

Echte Humanität, die in Gott ihren Grund findet – dahin will die Liebe, die von Jesus Christus ausgeht, orientieren und bewegen. Bei aller Kritik, die man berechtigterweise an der Kirche haben kann: Es ist gut, dass sie kraft ihrer Existenz von dieser Vision Zeugnis gibt. Ohne sie wäre die Welt ärmer.

Es grüßt Sie

Pfarrer Ralf Haunert, Evangelische Kirchengemeinde Auf dem Berg

Prise zum Sonntag

Kerstin Berk Sonntag, 28. Juni 2020 von Kerstin Berk

Die Kirchengemeinde als Puzzle

Gemeinde & Gemeinschaft

Liebe Gemeinde!

Stellen Sie sich vor, die Kirchengemeinde wäre ein Puzzle und Sie wären ein Puzzleteil. Wie könnte es aussehen, Ihr, Euer Puzzleteil – der Namestünde sicher darauf und dann vielleicht etwas, was sie besonders gut können, wofür Ihr Euch besonders begeistert. Puzzleteile wollen zusammengesetzt werden. Warum? Ja eben, damit sich ein Bild ergibt. Wenn alle zusammenkommen, dann sehen wir ein buntes und lebendiges Bild. Ein buntes und lebendiges Bild ergibt sich auch, wenn in der Kirchengemeinde alle zusammenkommen.

Da sind die Kinder, die mögen es bunt, die Jugendlichen gerne gechillt. Da gibt es welche, die gerne zum Gottesdienst kommen, andere, die besonders die Konzerte lieben. Da sind junge Erwachsene, die sich ehrenamtlich z.B. bei den Ferienspielen engagieren. Da sind auch viele Familien, Mütter und Väter dabei, die für sich und ihre Kinder in der Kirchengemeinde einen Platz finden. Eine große Gruppe sind die, im besten Alter, die Best-Agers, die noch etwas bewegen wollen, etliche im Kirchenvorstand, in der Bücherei oder im Besuchsdienst. Und natürlich die Senioren und Seniorinnen, Gäste im Café für alle oder im Frauenkreis. Viele finden sich zusammen und erleben etwas gemeinsam, manche in festen Kreisen, manche, je nach Lust und Laune.

Und in diese bunte bewegte Bild kommt ab heute noch eine Gruppe wieder mithinein: Die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie wollen etwas: Sie wollen konfirmiert werden, das heißt sie wollen noch mehr über den Glauben erfahren und selbst entscheiden, dass sie zur Gemeinde dazugehören. Auch die Konfis sind ein Teil des Ganzen. Wir wollen dafür sorgen, dass sie einen guten Ort finden, ein Puzzleteil im Großen und Ganzen lebendigen Miteinander sein können. Auch sie machen die Gemeinde aus, brauchen eine gute Aussicht und einen guten Platz.

Und Sie und Ihr, die Ihr zuschaut: Was ist Euer Platz mit Euren Vorlieben und Überzeugungen, mit dem was Ihr besonders könnt? Seid Ihr, sind Sie auf dem Bild, dass die Kirchengemeinde Auf dem Berg widerspiegelt hier schon dabei? Oder habt Ihr, haben Sie noch keinen Platz gefunden? Dann braucht es vielleicht eine Idee, etwas, was bestimmt auch noch andere interessiert, um einen neuen Raum zu schaffen. So ein Puzzle hat ja den Vorteil, dass es anschlussfähig sind, also da kann immer noch etwas dazu kommen. Gott hat ganz viel Raum geschaffen und Verbindungsmöglichkeiten dafür, wie Menschen Gemeinde sein können.

Auch wenn das gerade noch in weiter Ferne zu sein scheint, weil wir uns immer noch nicht einfach so treffen können, ist es doch ein gutes Gefühl, dass es dieses lebensfrohe Bild der Kirchengemeinde als Hintergrund unseres Lebens immer noch gibt. All diese Menschen, die Gruppen sind immer noch da, glauben immer noch, beten, vertrauen, versuchen zusammenzustehen. Diese Menschen sind Kirche. Sie, Ihr seid Kirche, ab heute wieder bereichert durch über 50 Konfis.

Was immer auch geschieht: Der Geist Gottes, der das Bild von Kirche bunt und lebendig macht, lebt weiter und trägt uns alle gerade auch durch diese dürre Zeit. AMEN

Guter Gott, Du bist ein Teil unseres Lebens, wir ein Teil von Dir. Wir beten für die Kinder, für die Konfirmand*innen, für Jugendliche und junge Erwachsene, dass der Glaube in ihrem Leben eine Kraftquelle bleibt.

Für die Familien, für die Menschen mittleren Alters, für die Senior*innen, dass ihre Hoffnung sich erneuert .

Für alle, denen es momentan schlecht geht, die Angst haben um ihre Zukunft, um die Gesundheit, dass sie Trost und Unterstützung finden können.

Gott, du bringst uns zusammen im Glauben, das kann uns Mut und Zuversicht schenken. Amen

Ev. Kirchengemeinde Auf dem Berg - Paul-Gerhardt-Str. 2 - 63584 Gründau - Tel.: 06051 140 60 - info@kirche-aufdemberg.de

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